Wenn das Zuhause zum Coworking Space wird – ein Erfahrungsbericht

Wenn das Zuhause zum Coworking Space wird – ein Erfahrungsbericht

Wegen des Coronavirus (COVID-19) sind wir weiterhin gebeten, sofern als möglich, von Zuhause aus zu arbeiten. Als Befürworterin von Homeoffice gebe ich euch einen Einblick in meinen Alltag, der mich an einen Coworking Space erinnert.

Auf dem Balkon an der Sonne sitzend und unserem alphornspielenden Nachbarn zuhörend schreibe ich diese Zeilen – live aus unserem WG-Coworking. Zu dritt sind wir Zuhause im Homeoffice. Zwei Männer, eine Frau, drei verschiedene Sprachen, wobei wir meistens auf Deutsch oder Französisch miteinander sprechen. Wir arbeiten in drei unterschiedlichen Branchen. Ich bin bei itnetX und in der Architektur tätig (und nein, ich bin nicht Cloud-Architekt, wie einmal von einem Arbeitskollegen angenommen), meine Mitbewohner sind Chemiker und Projektleiter Bahntechnik. Bisher haben wir noch keine durchschlagende Idee gehabt für ein Startup, aber vielleicht kommt das ja noch.

Homeoffice ist nichts neues für mich. Neu ist nur die Tatsache, dass wir nun immer zu dritt Zuhause sind. Zum Glück haben wir einen Tisch in der Küche, ein grosses Wohnzimmer mit viel Platz, einen Balkon mit Lounge und Tisch sowie Tische in unseren Zimmern. Alles bestens und trotzdem würde ich gerne mal wieder ins Büro gehen und zusammen mit meinen «Bürogspänli» Mittagessen (PS: Ich vermisse euch!!). Um dem zumindest ein wenig entgegen zu wirken gibt es bei itnetX nun eine neue Teams Gruppe «Virtual Coffee Break». Das will ich gleich mal testen und frage im Chat wer Lust hat auf eine «Kafipause». Tatsächlich, nachdem ich das Meeting gestartet habe tauchen fünf Nasen auf. Es fühlt sich beinahe an wie eine normale Kaffeepause während ich auf Lounge an der Sonne sitze. Motiviert mache ich mich wieder an die Arbeit.

Homeoffice Seraina

Wie geht es euch so mit der aktuellen Situation? Arbeitet ihr im Homeoffice oder in einer Branche, in der das nicht möglich ist? Ich glaube aktuell ist es wichtiger denn je sich austauschen zu können und auch sagen zu können, wenn man sich nicht so wohl fühlt – auch wenn es einem grundsätzlich gut geht. Ich würde mich über einen Austausch in den Kommentaren sehr freuen.

Ich kann von mir sagen, dass ich ein sehr soziales Tierchen bin und die vielen direkten Kontakte vermisse, die ich sonst pflege. Online ist gut und praktisch, aber in teils Bereichen einfach nicht dasselbe. Ich freue mich auf die Zeit, wenn ich meine Freunde und Familie wieder normal treffen und sie umarmen darf!

Übrigens: Alphorn hört sich auch in einer Stadt wie Zürich wunderbar urchig und schön an (danke lieber unbekannter Nachbar). Es fühlt sich an, als ob man in den Schweizer Bergen weilt. Eine Freundin scheint mit ihrem Xylophon spielenden Nachbarn weniger Glück zu haben.

Falls ihr Tipps braucht für euer Homeoffice, kann ich euch den Blogbeitrag von Ana «Homeoffice – jetzt erst recht» empfehlen.

Kommentare
Seraina Jörimann

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